Eindrücke vom ersten OCF-Jugendkongress in Bremerhaven

Donnerstag, 04.05.2017:

Kurz vor 7 Uhr sind Esmeralda und Cecilia in Lörrach gestartet. In Freiburg und in Offenburg sind dann die weiteren Teammitglieder in den Zug nach Bremerhaven eingestiegen. Nach einer langen Reise mit zwei Mal umsteigen sind wir gegen 15 Uhr in Bremerhaven angekommen. Zu Fuß sind wir dann mit unseren Koffern in die Stadt gelaufen und haben uns den Hafen angesehen. Gegen 17 Uhr sind Maxime und Nicole aus Berlin zur Gruppe gestoßen; nun waren wir komplett. Angekommen im Havenhostel mussten wir uns zum Jugendkongress registrieren. Wir wurden zunächst fotografiert und mussten unsere Crewcard ausfüllen. Dies war so eine Art Steckbrief, in welchem wir uns den anderen Kongressteilnehmern vorstellten. Ab 18.00 Uhr gab es dann etwas zum Essen und wir lernten dabei noch die anderen Teilnehmer kennen.

Freitag, 05.05.2017:

Um 8.00 Uhr haben wir das Havenhostel verlassen, um unser Projekt "Biokohle" im Kongresszentrum "Fischmarkt Bremerhaven" aufzubauen.  Dann ging der Kongress endlich los. Wir wurden durch die Robert-Bosch-Stiftung begrüßt und im Anschluss gab es ein interessantes Telefonat mit der Forscherin Verena Mohaupt, Leiterin der Forschungsstation AWIPEV. Sie berichtete uns über das Leben auf der Forschungsstation in der Antarktis sowie über ihre Arbeit im Bereich der Klimaforschung.

Danach waren wir im Einsatz und konnten wir den Teilnehmerinnen im aktiven Austausch unser Projekt vorstellen. Noch vor der Mittagspause besuchte unser Team unterschiedliche Impuls-Workshops, in welchen wir unter anderem etwas über die Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis sowie auch der Antarktis erfuhren. Wenn das Eis beispielsweise in der Arktis schmilzt steigt der Meeresspiegel nicht an, da das Eis an der Arktis nur an der Oberfläche schwimmt. Wenn das Eis jedoch in der Antarktis komplett schmilzt, würde der Meeresspiegel bis zu 60 Meter ansteigen. Der Grund liegt an der Menge des Eises, welches auf einem Kontinent liegt.

Zum Mittagessen gab es dann leckeres vegetarisches Essen biologischer Herkunft, nur leider zu wenig. Passend zum Thema des Kongresses „Nachhaltigkeit“ war das Besteck und der Teller biologisch abbaubar.

Am Nachmittag standen interessante Exkursionen auf dem Programm. Ein Teil der Gruppe besuchte das Klima-Forschungsschiff „Polarstern“ und erhielt interessante Einblicke in das Leben an Board des Schiffes sowie die Klima-Forschung während einer Expedition im Polargebiet.
Die anderen Teilnehmer besuchten das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost. In diesem wurden wir durch eine fantastische Reise entlang des 8. Längengrades durch acht Orte verteilt über fünf Kontinente geführt. Hier erfuhren wir einiges über die Lebensweise, die Kultur und das Klima dieser Regionen. Dort konnten wir die Kälte der Antarktis sowie auch die extreme Hitze in der Sahara bei den Tuareg am eigenen Leib erleben. Kaum hatten wir die Reise beendet verließen wir die Erde in Richtung Weltraum und wurden mit Thomas Reiter auf seine Reise ins All mitgenommen. Wir konnten dabei viele von ihm aufgenommene interessante Ausschnitte aus dem Leben im All visuell betrachten. Nach einem gemeinsamen Abendessen und einem Tape-Event war der erst Tag schon vorüber.

Samstag, 06.05.2017:

Heute konnten wir etwas ausschlafen, da wir erst um 9.00 Uhr wieder am Tagungsort sein mussten. Nach einer kurzen Begrüßung hatten wir die Möglichkeit, die Projekte anderer Schüler anzuschauen. Dies war eine tolle Erfahrung für uns, aus der Perspektive eines Zuschauers die Projekte anderer kennen zu lernen. Dabei konnten wir uns gut mit anderen Projektteilnehmern vernetzen. Im Anschluss verteilten wir uns wieder in die Impuls-Workshops, wie am Vortag. Nach einer kurzen Denkpause trafen wir uns zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde mit allen 60 Teilnehmern zum Thema "Digitalisierung und Nachhaltigkeit". Dies war eine interessante Diskussion, bei der jeder seine Meinung vortragen konnte. Nach diese doch anstrengenden aber interessanten Diskussion wurde die darauffolgende Entlassung mit einem großen Lunchpaket für die Fahrt perfektioniert. Da wir noch zeitlichen Spielraum hatten, schlossen wir unser Erlebnis mit einem netten Spaziergang über einen echten Bremerhaven Fischmarkt ab.

Nach einer turbulenten Heimreise mit der Bahn sowie einem nicht geplanten Zwischenstopp in Frankfurt (Süd) mit leckerem italienischen Essen, kommen wir nun mit mehr als 2 h Verspätung zu Hause an.