Verstehen, wie die Wirtschaft tickt

Prof. Dr. Andreas Klasen (3. von links) möchte im neuen Bachelor-Studiengang Wirtschaftspsychologie mit den Studierenden dem Zusammenspiel von Mensch und Wirtschaft auf den Grund gehen.

Wenn Menschen zusammenarbeiten, Handel treiben oder einkaufen, spielen auch zahlreiche psychologische Faktoren eine große Rolle. Eine Tatsache, der Unternehmen in der Vergangenheit häufig zu wenig Beachtung schenkten. Doch das ändert sich gerade. Der neue Studiengang vermittelt die erforderlichen kompetenzen dafür.

„Wen das Zusammenspiel von Mensch und Wirtschaft interessiert, ist bei diesem Studiengang genau richtig“, sagt Studiendekan Prof. Dr. Andreas Klasen. Der interdisziplinäre Ansatz des Studiums ermögliche den Studierenden eine Vernetzung ganz unterschiedlicher Kompetenzfelder, um wirtschaftspsychologische Kenntnisse und Fähigkeiten in einer immer komplexeren Welt wirksam einsetzen zu können.

„Welche Rolle spielt der ,Faktor Mensch‘, damit Unternehmen in einer digitalen Ökonomie nachhaltig agieren können? Wie arbeiten interdisziplinäre Teams in der Zukunft effizient zusammen? Wie hilft künstliche Intelligenz, bessere Kaufentscheidungen zu treffen? – diese und viele weitere spannende Fragen beantworten wir mit unserem neuen Studienangebot“, so Prof. Dr. Andreas Klasen weiter. Die Studierenden lernen, Situationen des wirtschaftlichen Lebens zu analysieren und zu evaluieren, um daraus Handlungsempfehlungen für die Zukunft abzuleiten.

In dem siebensemestrigen Studiengang werden betriebswirtschaftliche, psychologische und methodische Inhalte zu gleichen Teilen vermittelt. Individuelle Schwerpunkte können die Studierenden in zwei Themenfeldern setzen: Im Schwerpunkt „Digitale Ökonomie und Personalmanagement“ beschäftigen sich Studierende mit Themen wie Recruiting, Organisationsentwicklung, digitale Arbeit, Entscheidungslehre sowie mit wirtschaftspsychologischen Projekten im internationalen Kontext. Im Schwerpunkt „Marketing und Marktforschung“ erwerben Studierende Fachwissen zu Konsumentenverhalten und Marketingforschung, Konsumentenpsychologie, E-Commerce und Social-Media-Marketing. Wer unter anderem für ein Studien- und ein Praxissemester ins Ausland geht, kann die Zusatzqualifikation „International Business Psychology“ erhalten.

„Die Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs werden in den kommenden Jahren auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sein“, ist sich Prof. Dr. Andreas Klasen angesichts zahlreicher Marktanalysen sicher. Sie könnten daher zwischen vielen beruflichen Herausforderungen wählen, die auf kommunikationspsychologische oder organisationspsychologische Fragestellungen spezialisiert sind. Diese liegen insbesondere in den Bereichen Strategie und Unternehmensentwicklung, Projektmanagement, Personal und Organisation sowie Marketing und Marktforschung.

INFO

Der Studiengang „Wirtschaftspsychologie“ wird an der Hochschule Offenburg ab dem Wintersemester 2021/22 angeboten. Zulassungsvoraussetzungen sind die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Nach sieben Semestern inklusive eines Praxissemesters erhalten die Absolventen den Abschluss Bachelor of Science. Die Unterrichtssprache ist Deutsch und Englisch. Bewerbungen sind frühestens ab 10. Mai möglich.  

Weitere Informationen gibt es unter http://hs-offenburg.de/wp